Die Vorreinigung
Vor dem eigentlichen Desinfektionsvorgang werden die verschmutzten Pflegegeschirre mit starken Wasserstrahlen aus dem Edelstahl-Planetenspülflügel und über die Edelstahl- Deckendüsen vorgereinigt. Hier wird anfangs mit Kaltwasser vorgespült um ein Festbacken der Eiweißstoffe zu vermeiden. Anschließend wird mit lauwarmem und warmem Wasser nachgespült.
Nach dieser Reinigung sind alle festen und flüssigen Bestandteile auf den Pflegegeschirren entfernt und der Desinfektionsvorgang setzt ein.
Desinfektionsarten
Dezentrale thermische Desinfektion
Über einen leistungsfähigen Dampferzeuger von 3kW bzw. 4,5 kW wird heißer Dampf erzeugt und in die Reinigungskammer geleitet, bis die erforderliche Temperatur zur Desinfektion erreicht ist. An einem aussagefähigen Punkt innerhalb der Reinigungskammer ist ein Temperaturfühler eingebaut, der die Desinfektions- Temperatur ständig überwacht. Dieser Wert wird auf der Temperaturanzeige digital anzeigt.
Der Dampferzeuger selbst ist aus Edelstahl, die Bauteile sind im Störfall einzeln austauschbar. Zum Schutz des Dampferzeugers wird dem Wasser bei jeder Desinfektion ein Kalkbindemittel mit Klarspüler beigegeben.
Dezentrale chemische Desinfektion
Durch eine Dosierpumpe wird Desinfektionsmittel in den Wasservorratstank eingeimpft. Hierdurch ist es möglich, eine Desinfektionslösung von 0,5% zu erreichen.
Aus dem Wasservorratstank wird die Desinfektionslösung in die Reinigungskammer geleitet und über das Geschirrgut von innen und außen fein verteilt.
Zentralthermische und zentralchemische Desinfektion
Der Anschluss an bestehende, zentrale Dampf- oder Desinfektionsmittelsysteme in Krankenhäusern ist möglich. Hierdurch können in diesen Fällen Dampferzeuger oder Desinfektionsmittelpumpe entfallen.
Sicherheitsstandard
Die DISCHER-Reinigungsautomaten können nur bei geschlossener Spülkammertür betrieben werden. Nach dem Programmstart verriegelt das Reinigungsgerät automatisch die Spülkammertür bis zum Programmende.
Tritt im Verlauf des Reinigungsvorganges evtl. eine Störung auf, z.B. bei Absperrung der Kalt- oder Warmwasserleitungen, geht das Reinigungsgerät auf Störung und bleibt verriegelt. Dies ist auch sichergestellt, wenn der Desinfektionsvorgang nicht abgeschlossen wurde.
Um eine hygienisch einwandfreie Desinfektion sicherzustellen, blockiert das Gerät bei leerem Vorratsbehälter für Kalkbindemittel bzw. Desinfektionsmittel.
Gereinigte und desinfizierte Geschirre werden soweit zurückgekühlt, dass sie sofort entnommen werden können und wieder einsatzbereit sind. Das hierfür verwandte Rückkühlwasser fließt aus dem desinfizierten Wasservorratstank.
